Die aktuellen Projekte

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Kaifu Solebad Hamburg

Die sog. "Kleine Halle" des heutigen Kaifu-Bades ist die älteste erhaltene Schwimmhalle Hamburgs und steht unter Denkmalschutz.

Der Gesamtkomplex ist unterteilt in ein Hauptgebäude mit 3 Vollgeschossen, in dem Eingangshalle, Verwaltungs-und Personalbereich untergebracht sind.

Zu beiden Seiten des Hauptgebäudes grenzen die eingeschossigen Schwimmhallen an, die sich jeweils in ein Hauptschiff mit Seitenschiffen gliedern.

Die kleine Halle soll im Sinne des Denkmalschutzes restauriert und, soweit möglich,betreffend die Gebäudehülle und die sichtbaren Konstruktionsdetails wieder auf die ursprüngliche Planung zurückgeführt werden.

Eine Komplettsanierung und Modernisierung.

Im Zuge dieser Maßnahme werden auch angrenzende Räumlichkeiten wie der Eingangsbereich, die Umkleiden sowie eine neue Dachterrasse im Rückbereich des Haupthauses umgebaut bzw. neu gestaltet.

Für die Ausrichtung des Bades zum Solebad und damit zu einer Wellnesseinreichtung wurden folgende Parameter definiert; Neugestaltung der Zugangstreppe, incl. Windfang, Aufwertung des Zugangs und des Eingangsbereiches, Erneuerung Umkleide- und Duschbereich, Schließung des Lichthofes über eine einzuziehende Decke über KG mit darüber einzubauendem neuen Dach.Neue Anwendungsbereiche wie Sauna, Tauchbecken, Duschen etc.

Ergänzende Beläge und Bekleidungen sind z.B. aus Holz, im Kaltwasserbreich sowie den Anwendungsräumen mit keramischen Belägen vorgesehen.

Farbe soll lokal und gezielt im Hinblick auf Wärme, Behaglichkeit und Ausgewogenheit der Flächen eingesetzt werden.

Die in die Halle neu zu integrierenden Bauteile wie Galerie, das Dampfbad, die Regendusche sollen sich als moderne zeitgemäße Bauteile darstellen ohne zu dominieren.

Fertigstellung November 2015

Fotos: 1+3 Tiedemann; 

2 Detlef Rahrt/Bäderland Hamburg;  

4+5 Rotfuchs Fotografie/Franziska Arnold/Bäderland Hamburg

Sanierung und Erweiterung Stadtbad Gotha

Das denkmalgeschützte Stadtbad im thüringischen Gotha eröffnete 1909 als zeittypisches Volksbad. Der Jugendstilbau (Entwurf: Wilhelm Goette) diente bis zur Wende als städtische Schwimmhalle.

Während der Ausführung ging es darum das historische Gebäude in einen neu entstehenden, barrierefreien Sport-, Gesundheits- und Freizeitkomplex zu integrieren.

Das städtebauliche Konzept der Erweiterung ergänzt das historische Bad um zwei moderne Neubauten. Hierin integriert wurden zum einen der neue Saunabereich und zum anderen der neue Schwimmhallenkomplex. Zentrales Element ist die große geflieste Treppenanlage mit Aufenthaltsqualität im Übergang vom Alt- zum Neubau.

Das Objekt wurde als zweite Fliesenlegerfirma übernommen. Nach Antritt war es zunächst entscheidend, eine anwendbare Objektdokumentation der vorhandenen Schnittstellen durchzuführen und bereits begonnene Bereiche im vorhandenen System fertig zu stellen bzw. bei unzureichender Vorleistungsqualität (u.a. Schichtstärkenunterschreitungen der Verbundabdichtung) neu anzulegen. Als besonders schwierig erwies sich hierbei -in Einklang der Gesamtarchitektur- die Anpassung neuer Fliesenbeläge an bereits verbaute, jedoch nicht mehr vollständig zu beschaffende Fliesenmaterialien des Erstunternehmers.

Eine weitere Schnittstelle war der Übergang zur Teilleistung der Steuler-KCH Schwimmbadbau.

Besonderer Schwerpunkt lag u.a. auch auf der fachgerechten Anbindung sämtlicher Schichten an den Altbau in verschiedensten Kubaturen. Dies wurde mittels sonderangefertigten Bauwerksprofilen (ca. 150 lfdm) in 3-Dimensionaler Richtung und Bewegungsaufnahme ausgeführt.

Sämtliche vorbereitenden Mauerwerks-, Putz- und Estricharbeiten (ca. 3000m²) wurden durch eigenes Stammpersonal ausgeführt. In den 2-lagigen Beckenumgangsestrich wurde eine durchgängige V4A Edelstahlrinne mit Rostabdeckung verbaut.

Sämtliche Werkstein- und Fliesenbeläge mussten insbesondere im Altbaubereich, unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte, bemustert und angepasst werden. Hierbei wurden auch teilweise Fliesen- und Werksteinbeläge nach altem Vorbild erstellt und verlegt.

Trotz der umfangreichen Sonderanfertigungen unterschiedlichster Baustoffe, konnte eine Kernausführungszeit in Höhe von 7 Monaten eingehalten werden.

Sanierung Schwimmhalle Finckensteinallee - Berlin

Die Sanierung der Schwimmhalle Finckensteinallee kombiniert denkmalgerechte mit energetischen Maßnahmen, basierend auf einem integrativen Denkmalkonzept mit den Schwerpunkten Erhalten, Wiedergewinnen und Weiterentwickeln. Die Finanzierung der energetischen Maßnahmen erfolgte mit EFRE-Mittel (UEPII-Programm, Projektnr. 11085UEPII/4-2).

Das ursprüngliche Militärbad aus dem Jahr 1938 steht auf dem Gelände einer ehemaligen Kadettenanstalt und diente der SS-Leibstandarte. Das Bad gehörte zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung zu den größten und modernsten Schwimmhallen Europas.

Das wettkampftaugliche 50m Becken mit Sprunggrube wurde durch ein 2m tiefes 50m-Sportbecken ersetzt.

Die erweiterten Fliesenarbeiten umfaßten auch alle Untergründe neu herzustellen. Insbesondere gehörte hierzu die wettkampftaugliche Beckenprofilierung nach FINA-Norm. Eine der denkmalpflegerischen Auflagen war die bauzeitlichen Beckenkopfsteine aus Sora Lamprophyr wieder zu verwenden. Die Verlegung der ca. 100x35x10 Granitblöcke erfolgte nach einer vorher angefertigten Kartierung. Auch die grünen Bahnenmarkierungen sind der bauzeitlichen Farbgebung nachgebildet. Im Beckenumgang wurde ein zum Rand abgesetztes Mosaik verlegt. Die vormals zur Schwimmhalle offenen Duschen sind mit neuen frischen Farben als freistehende geflieste Kuben eingefügt worden. Durch die rote und blaue Seite wird eine leichte Orientierung zwischen Besucherseite sowie Schul-/Vereinsseite gewährleistet.

Eine besondere Herausforderung war der umlaufende Anschluss der Sockelfliese an die Marmorwandvertäfelung. Im Untergrund musste die Abdichtung neu angeschlossen werden.

Während der Vorbereitungsarbeiten wurde bereits die Schwimmsportausstattung, u.a. 10 FINA Startblöcke mit Zeitmessautomatik inkl. Leinen- und Wasserballbefestigungssystemen, an die vorgesehene Rasterpunktlage geplant und aufgerissen.

Mit der Wiedereröffnung im August 2014 konnte die Schwimmhalle zum ersten Mal in seiner 75-jährigen Geschichte auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Unter den Berliner Schwimmhallen konnte die Schwimmhalle Finckensteinallee schnell als „neueste alte Halle“ ein breites und treues Publikum gewinnen.